Direkt aus dem Büro

Sara am 5. April 2013

… schreibe ich gerade hier. Mein Laptop will nicht so recht. Also, das dienstliche. Ja, und darum verbringe ich viel Zeit mit Warten. Und ohne Laptop kann ich wenig anderes tun. (Erschreckend, wie abhängig wir heutzutage von Technik sind, oder?) Nun, um die Zeit zu überbrücken, installierte ich mir soeben die WordPress-App auf mein Smartphone. Und ihr lest doch gerade tatsächlich den allerersten Beitrag, den ich damit schreibe. Bzw. geschrieben habe, wenn ihr es lesen könnt. (Hach, was bin ich wieder spitzfindig. Hihi.) Ja, und jetzt muss ich auch schon weiter arbeiten. Man liest sich.

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Geburtstagstagebuch

Sara am 20. März 2013

Ich versuch das jetzt auch mal. In diversen Blogs stoße ich nämlich in letzter Zeit auf dieses Tagebuchbloggen, das die Frau Brüllen vorgeschlagen hat (und dessen Aktionszeitraum eigentlich schon längst abgelaufen ist, aber was soll`s?) und damit hier auch mal wieder was passiert und wo ich doch gestern von @Andi_Berlin schon darauf angetwittert wurde, berichte ich nun über meinen gestrigen Tag. Puh, so privat und ausführlich war ich lange nicht.

Gestern war mein Geburtstag. Jaha, auch SaraS fangen einmal im Jahr ein neues Lebensjahr an und da das zufällig immer wieder auf den 19. März fällt, habe ich das gestern dann auch so n büschen gefeiert.

Morgens gegen 6 Uhr wurde ich wach, weil ich dringendst mal das Bad aufsuchen musste und da stellte ich doch glattweg fest, dass der Mann in der Nacht offenbar von der Generalprobe für die Zaubershow am Mittwoch nicht nach Hause gekommen war. O.O Ein Blick aufs Handy brachte Klarheit – er hatte seinen Schlüssel vergessen und darum beim Dad in Steglitz genächtigt, weil er uns nachts um eins nicht mehr aus dem Bett klingeln wollte. So startete mein Geburtstag also mit einem verwirrten Zweijährigen, der Papa suchte und darum besonders anhänglich war. Uff.

Gegen acht Uhr stand dann aber doch der Mann vor der Tür und er hatte sogar Blumen dabei, was Söhnchen zur Feststellung veranlasste, dass er heute Geburtstag hätte. Bei dieser Behauptung blieb er dann auch den ganzen Tag. Er ließ sich einfach nicht davon abbringen, nein, er sei das Geburtstagskind und nicht die Mama. Er packte auch alle meine Geschenke aus und wunderte sich jedes Mal, dass es gar kein Spielzeug war. ;-)

Papa brachte Söhnchen zur Kita und ich startete in meinen Tag mit einem herrlich entspannenden Bad. Diese Woche habe ich nämlich Urlaub. Großartig, sage ich euch! Sollte man öfter machen. So viel freie Zeit und so. Wunderbar.

Nach meiner Wellnesszeit brachen wir dann zu zweit zum Auswärtsfrühstücken auf. Aufgrund der Witterungsbedingungen (es hatte über Nacht mal eben 20 Zentimeter Neuschnee in Berlin gegeben und schneite morgens immer noch) setzten wir uns in den Bus, der ja zum Glück direkt vor meiner Haustür abfährt. Wir frühstückten im Café Extrablatt in der Wilmersdorfer Straße – an einem Tisch direkt am Fenster, so dass man die vorbeigehenden Leute beobachten konnte, was ich immer sehr nett finde. Das Frühstücksbuffett war sehr lecker bestückt und ich innerhalb kurzer Zeit satt und müde. (Fresskoma, wie Flo sagen würde. Hihi.)

Aber Müdigkeit vortäuschen gilt nicht. Schon gar nicht am Geburtstag im Urlaub. Also statteten wir noch einem nahe gelegenen Spielwarengeschäft in dem dortigen Einkaufszentrum einen Besuch ab, weil ich auf der Suche nach Stoffbällen war, um sie der Kita zu spenden. Aber da wurden wir nicht fündig. Also ging es erst einmal wieder heimwärts, wo der Mann in einen komaähnlichen Zustand verfiel und mal eben anderthalb Stunden schlief, anstatt sich dem Geburtstagskind zu widmen. (Eine Frechheit, oder??) In der Zeit las ich eine Geburtstagskarte von lieben Freunden, die wir bei unserer Rückkehr im Briefkasten fanden. Es war übrigens die einzige, die mich an diesem Tag erreichte. Auch sowas nimmt mit zunehmendem Alter wohl ab. ;-) Dann räumte ich die Küche auf, die Spülmaschine aus und wieder ein, das Wohnzimmer auf und nahm einen Geburtstagsanruf und einen Anruf von so einer blöden Telefonumfrage (die dürfen doch eigentlich gar nicht mehr einfach so anrufen, oder??) entgegen. Tja, und dann war es auch schon Zeit, den Sohn von der Kita abzuholen, denn wir wollten nach Steglitz, um mit dem Opa und dem Onkel vom Sohn spontan Kaffee zu trinken. Bevor wir aber zur Kita und dann zum Opa aufbrachen, nahm ich noch ein Paket entgegen. Darin war ein echt schicker Blumenstrauß. Schon toll, was man heutzutage alles mit der Post verschicken kann. Blumen raus aus dem Paket und in die Vase und dann aber hopp, hopp zur Kita! Wir haben doch keine Zeit!

Ursprünglich war ich nicht so sehr aufs Feiern aus. Mit zunehmendem Alter wird einem sein Geburtstag ja auch eher egal. Oder so. Aber der Onkel erklärte sich bereit, Kuchen zu besorgen. Und der Sohn liiiieeeebt seinen Opa und seinen Onkel (und die Ukulele vom Onkel) – da sprach dann halt einiges dafür, zusammen Kaffee zu trinken.

Wir verbrachten einen vergnüglichen Nachmittag in Steglitz und als der Onkel dann zum Tanzkurs aufbrach, beschlossen wir Verbliebenen, dass wir uns ein paar Tapas bei “Tapas Espana” holen. Der Opa ist derzeit nämlich nicht besonders gut zu Fuß und glatt und schneeig war es draußen ja auch. Ich erklärte mich freiwillig zum Holen der Leckereien bereit, denn so konnte ich wunderbar noch einen Abstecher zum “Werken Spielen Schenken” – einer meiner Lieblingsspielzeugläden in Berlin – machen, wo ich dann auch prompt fündig wurde und dem Sohn ein paar Stoffwürstchen für seine Küche und der Kita ein paar Bälle spendierte.

Um 20:45 Uhr kamen wir dann wieder zuhause an. Der Sohn wurde vom Auto bis zur Haustür auf dem Schlitten gezogen, was er großartig fand. Zuhause war er dann ein wenig aufgekratzt, nicht verwunderlich nach so einem Tag, finde ich. Irgendwann ließ er sich dann aber doch ins Bett verfrachten. Beim Zubettbringen nahm ich dann auch den letzten Geburtstagsanruf des gestrigen Tages entgegen (ja, Markus, das warst du) und dann blieben eigentlich nur noch ein paar Viertelstündchen vor dem Fernseher, bevor es auch mich ins Bett verschlug.

Tja, das war er nun, mein gestriger Tag. Sooooo viel Spannendes ist nicht passiert, ich weiß. Aber jetzt seid ihr mal wieder n büschen auf dem Laufenden. Das hat doch auch schon was. ;-)

Ich genieße jetzt weiter meine Urlaubswoche und euch wünsche ich eine schöne Zeit – egal, was auch immer ihr gerade tut.

Sonnenbisoziation

Sara am 3. März 2013

Seit zwei Tagen endlich wieder mehr Sonne für Berlin.

Ich sage nicht, dass ich etwas damit zu tun hätte, aber seit zwei Tagen nehme ich jeden Morgen eine Tablette gegen Schilddrüsenunterfunktion.

 

 

 

 

 

 

 

Kchkchkch.

Supermami und das Fahrrad fahren

Sara am 5. Dezember 2012

Gestern abend spazierte ich durch die spätnachmittaglich gefüllte Schlossstraße in Steglitz, als ich hinter mir plötzlich einen spitzen Aufschrei vernahm: “Sind Sie verrückt geworden, mein Kind zu erschrecken?” So in der Art schimpfte die Frau noch eine Weile weiter auf einen Mann ein. Was er ihr antwortete, konnte ich nicht verstehen, denn im Gegensatz zu ihr sprach er sehr ruhig und in wesentlich gesetzterem Tonfall.

Was war geschehen? Die Frau fuhr auf ihrem Fahrrad auf dem Bürgersteig durch die vorweihnachtlichen Menschenmassen und bahnte sich mehr oder minder geschickt ihren Weg. Auf dem Gepäckträger saß ihr Sohn – ich schätze ihn so drei bis vier Jahre alt – im Kindersitz. Im Gegensatz zu ihr trug er sogar einen Helm.

Mal abgesehen davon, dass sie entgegengesetzt der Fahrtrichtung – also auf der falschen Straßenseite – fuhr. Und mal abgesehen davon, dass man, wenn ich mich recht erinnere (meine Führerscheinprüfung ist nun doch schon einige Jahre her *hüstel*), nur bis zum achten Lebensjahr den Fußweg benutzen muss und bis zum zehnten Lebensjahr ihn noch weiter nutzen darf und sich dann gefälligst wie alle anderen Verkehrsteilnehmer an die STVO zu halten und mit dem Fahrrad auf der Straße oder dem Radweg zu fahren hat. Und mal abgesehen davon, dass sie sich bei ihrer Fußgängerumschiffung wirklich ungeschickt anstellte und die ganze Aktion recht wacklig aussah, weshalb sich der Mann auch bemüßigt sah, sie darauf anzusprechen, warum sie unbedingt auf dem Fußweg mit ihrem Rad fahren müsse und es nicht lieber schiebe. Ja, also mal abgesehen davon: Welches Bild hat sie ihrem Sohn von sich vermittelt?

Sicher wollte sie die coole Mami raushängen lassen. Sie wollte eine Löwin sein, die ihr Kind beschützt.

Meiner Meinung nach hat sie sich eher lächerlich gemacht. Sie hat gegen Verkehrsregeln verstoßen. Sie hat durch ihre Fahrweise nicht nur andere Fußgänger, sondern auch sich und ihren Sohn gefährdet. Und ihr Rumgekreische hat sie als überreagierende Person dastehen lassen, die überhaupt nicht Herr der Situation war. Schade. Dem Sohn war es zudem sichtlich unangenehm. Er schaute mit ängstlichen großen Augen zwischen den beiden Erwachsenen hin und her. Insofern fand ich die Reaktion des Mannes auch klasse: Er redete ruhig auf sie ein und ging dann seines Weges, ohne sich provozieren zu lassen. Die Radfahrerin fuhr weiter ihren Torkelweg durch die Menschenmassen auf dem Bürgersteig und fühlte sich wahrscheinlich auch noch als Heldin oder etwas in der Art.

Supermami. Nicht.

Jeden Tag ein Lachen

Sara am 9. Februar 2012

Könnt ihr euch noch gut an eure Kindheit erinnern? Lasst uns auf eine Zeitreise gehen.

Stellt euch mal vor, wie es war, als ihr so fünf oder sechs Jahre alt wart. Wo wart ihr da? Hattet ihr Geschwister, mit denen ihr spieltet? Hattet ihr ein Lieblingsstofftier? Ein Lieblingsessen? Wie war Weihnachten zu dieser Zeit?

Und als ihr dann zehn oder elf wart? Wie war es dann, ein Kind zu sein? Wo habt ihr am liebsten gespielt? Wer war euer bester Freund? Wie habt ihr die Wochenenden verbracht? Was war euer Lieblingsfach in der Schule?

Und dann, mit vierzehn oder fünfzehn Jahren – wie war das für euch? Wart ihr vielleicht verliebt oder habt für jemanden geschwärmt? Wie war euer Kinderzimmer eingerichtet? Hattet ihr Konflikte mit den Eltern oder habt ihr die Pubertät ganz gut gemeinsam durchgestanden?

Könnt ihr euch an Jahreszeiten erinnern? Gab es mal einen besonders tollen Sommer, als ihr noch Kind wart? Wart ihr oft schwimmen? Oder gab es einen besonders schönen Winter mit Schlitten fahren und Schnellballschlacht und was weiß ich noch alles? Wo habt ihr gelebt, als ihr noch Kinder wart? Könnt ihr euch erinnern, wie es dort aussah? Wie wart ihr eingerichtet? Wie roch es zuhause? Hattet ihr einen Garten? Gab es Haustiere bei euch?

So, nun sind wir alle gedanklich in unserer Kindheit angekommen und schwelgen hoffentlich in schönen Erinnerungen.

Und jetzt stellt euch mal vor, ihr seid vierzehn Jahre alt und hättet zwei Stunden Zeit, um in eurem damaligen Zuhause die wichtigsten Sachen zusammenzupacken. Ihr müsst euch gut überlegen, was ihr mitnehmt, denn ihr werdet gemeinsam mit eurer Mutter zu Fuß unterwegs sein. Bei bitterer Kälte und mit ungewissem Ziel. Und unter Lebensgefahr.

Ihr geht und entfernt euch von eurem Zuhause. Dann dreht ihr euch noch einmal um und blickt zurück. Was ihr zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Dies wird das letzte Mal gewesen sein, dass ihr euer Zuhause gesehen habt. Nie wieder werdet ihr den Garten oder euer Zimmer betreten. Nie wieder werdet ihr riechen, wie es riecht, wenn die Mutter den Sonntagsbraten in dieser Küche zubereitet. Nie wieder werden eure Freunde zu Besuch kommen, um euch zum Spielen oder zur Schule abzuholen. Überhaupt werdet ihr ab diesem Tag nie wieder eine Schule besuchen. Ihr seid quasi mit der achten Klasse aus der Schule raus und müsst euch dem Leben stellen.

So erging es meiner Omili vor 67 Jahren ungefähr um diese Zeit. Sie war vierzehn Jahre alt. Zwischen Ende Januar und Anfang Februar 1945 begann ihre Flucht aus Bärsdorf in Schlesien. Es war bitterkalt damals, Temperaturen wie wir sie derzeit erleben, teilweise -20 Grad. Die Front war in unmittelbarer Nähe, die Rote Armee rückte unaufhörlich näher. Man musste ständig Angst haben, unter Beschuss zu geraten. Die Bombardierung Dresdens am 14. Februar 1945 sah meine Omili aus unmittelbarer Nähe, sie war auf ihrer Flucht nur wenige Kilometer entfernt und konnte sehen, wie die Stadt brannte. Ein Erlebnis, das sie ihr Leben lang nie vergessen würde und von dem sie mir schon oft erzählt hat. Irgendwann Anfang des letzten Jahrzehnts bin ich mit ihr für eine Woche nach Dresden in den Urlaub gefahren, einfach weil sie diese Stadt so gern einmal wieder aufgebaut sehen wollte.

Ich weiß nicht genau, welch schreckliche Dinge sie auf der Flucht und in der Zeit davor oder danach erlebt hat. Meine Omili hat mir zwar oft davon erzählt, wie es damals war, aber wenn ich mich so an ihre Geschichten erinnere, dann war da nie irgendein – wie wir es heute nennen würden – Horror dabei. (Ich bin ehrlich gesagt auch zu weich oder empathisch oder mitfühlend für so etwas und finde es gut, dass sie mich damit verschonte.) Und doch haben wir oft darüber geredet.

Und heute, da ich erwachsen bin, kann ich mir viel aus ihren Andeutungen zusammenreimen. Und ich empfinde einen riesigen Respekt – nicht nur für meine Omili, sondern für alle Menschen ihrer Generation. Wer so viel Leid erlebt und gesehen hat – und das ging im zweiten Weltkrieg keineswegs nur den von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen so – muss Mechanismen entwickeln, um nicht zu verzweifeln oder an der Situation zu zerbrechen.

Meine Omili ist eine fröhliche und herzliche Frau. Sie sagt immer: “Man muss sich jeden Tag ein bisschen Spaß machen.” Ein Tag ohne Lachen ist für sie ein verlorener Tag. Ist das nicht toll? Ich weiß nicht, wie ich damit zurecht kommen würde, hätte ich von einem Tag auf den anderen alles verloren und wüsste nicht, wohin ich gehen soll. Nie höre ich Bitterkeit in Gesprächen mit ihr. Sie schaut immer nach vorn. “Weine nie um etwas, das man ersetzen kann” ist auch so ein geflügeltes Wort von ihr. Sie meint damit, man solle nicht an Besitz hängen.

Ich denke viel und oft an meine Omili in letzter Zeit. Sie ist mir einer der liebsten Menschen. Wir haben eine starke Bindung und sehr innige Beziehung. Vor sieben Monaten musste sie von einem Tag auf den anderen in ein Pflegeheim ziehen. Sie kam direkt aus dem Krankenhaus dorthin und wie es aussieht, wird sie ihr eigenens Haus nie wieder betreten, denn sie ist körperlich einfach zu schwach und mein Onkel, der mit in ihrem Haus wohnt, zeigt keinerlei Interesse, sie wieder dorthin zurückzuholen.

Sie hat ein zweites Mal ihr Zuhause verloren. Und wiederum verzweifelt sie nicht. Es gab eine Zeit im letzten Jahr, in der sie zu mir sagte: “Ich kann gar nicht so viel weinen, wie ich traurig bin.” Oder: “Ich will weinen und weinen, aber es kommen einfach keine Tränen mehr.” Das hat mir fast das Herz zerissen. Zumal es in dem Pfelgeheim manches gibt, was sowohl ihr als auch mir nicht behagt. Es ist ein schreckliches Gefühl von Macht- und Hilflosigkeit, das ich empfinde, weil ich sie dort lassen muss und nur besuchen kann.

Inzwischen ist Omili trotz ihrer körperlichen Beschwerden wieder fröhlich. Ich weiß nicht, ob sie sich mit dem Gedanken abgefunden hat, aber sie wirkt entspannter und schaut sogar wieder nach vorn. Ich kann es nur wiederholen: Ich empfinde einen riesigen Respekt. Und ich weiß nicht, ob ich in der gleichen Situation so tapfer wäre. Aber ich bin stolz, diese Frau zur Großmutter und damit ein so wunderbares Vorbild zu haben.

Was für ein Sommer

Sara am 29. September 2011

Schöner Sommer, jetzt im Herbst, oder? Hihi.

Ich habe den Tag heute sehr genossen. War den ganzen Tag draußen, habe nachmittags unterm Sonnenschirm in der Schwartzschen Villa (das ist ein Café in Steglitz) gesessen und auch einen laaaangen Spaziergang durch die Schloßstraße gemacht. Nur Eis habe ich heute nicht gegessen. Das fehlt noch zum richtigen Sommergefühl, weshalb ich das morgen sofort nachholen werde. Hehe.

Dieser Altweibersommer ist das beste Mittel gegen die Herbstmelancholie. Ich denke derzeit gar nicht so oft daran, dass mir die Zeit eigentlich viel zu schnell vergeht. Letztendlich kann ich ja eh nichts anderes machen, als das, was mir bleibt, so sehr wie möglich zu genießen. (Welch kryptischer Satz… *lach*)

Aktuell sind es noch ein wenig mehr als drei Monate Freizeit. Meine Auszeit endet im Januar. Dann muss ich wieder arbeiten. Bin gespannt, was mich bis dahin noch so erwartet. Vielleicht schaffe ich es ja wirklich noch ans Meer!

 

Mann, ey

Sara am 27. September 2011

Ich brauche eine neue Jeans. Meine Lieblingsjeans beginnt, sich in ihre Einzelteile aufzulösen. Mann, ey! Das ist gemein. Ich mag nicht Jeans kaufen gehen. Ich will diese behalten! Grmpf.

Papstvorsprung

Sara am 22. September 2011

Puh. Gerade noch rechtzeitig nach Hause gekommen.

So langsam wurde es hier nämlich echt voll.

Ich wohne in der Nähe des Olympiastadions, wo heute der Papst sein wird und da alle Teilnehmer bis 17 Uhr angereist sein müssen (auch wenn die Messe erst um 18:30 Uhr beginnt), war bzw. ist es auf der Straße und in den Bussen entsprechend voll.

Aaaaaber: nicht, als ich fuhr. :-)

Ich hatte heute einen Arzttermin in der Wilmersdorfer Straße und musste dafür am Olympiastadion vorbei. Als ich den Termin vereinbarte, habe ich keinen Gedanken daran verschwendet, dass der Verkehr ein wenig “anders” sein würde, wenn der Papst zu Besuch kommt. Uff.

Zum Glück war der Termin aber mittags und ich somit genau rechtzeitig, bevor es so richtig voll wurde, wieder daheim. Papstvorsprung, also leichten Vorsprung vorm Papst eben. Oder so. Und irgendwie war es auch ganz nett, mit so vielen Nichtberlinern gemeinsam im Bus zu sitzen. Die sind manchmal so herrlich verpeilt und wissen nicht, wo sie aussteigen müssen oder welcher Knopf die Bustür öffnet und so. Da kann ich mein Helfersyndrom mal voll ausleben!

Herbstmelancholie

Sara am 21. September 2011

Wenn man jetzt spazieren geht, riecht es draußen nach Herbst, finde ich. Und auch die Temperaturen passen sich diesem Geruch zunehmend an. Schon seit ein paar Tagen tut man gut daran, eine Jacke mitzunehmen, wenn man das Haus verlässt.

Gestern befiel sie mich nun: eine leichte Herbstmelancholie beim Anblick der Blätter, die von den Bäumen rieseln. Geht es euch auch so?

Dieses Jahr vergeht so rasend schnell. Ich möchte manchmal rufen: “Moment, Moment, warte doch mal, ich will mich doch erstmal umschauen!” Und doch schreitet die Zeit unaufhaltsam voran. Der Sommer ist plötzlich vorbei und ich war nicht ein einziges Mal am Meer. Dabei hatte ich es mir so fest vorgenommen.

Natürlich kann man die Zeit nicht aufhalten, man kann sie nur bewusster leben. Weil mir das klar ist, hatte ich mir fest vorgenommen, dieses Jahr zu genießen, wie noch keines zuvor. Bisher bin ich diesem Grundsatz auch treu. Ich kann unumwunden sagen, dieses Jahr ist das schönste, was mir bisher im Leben passiert ist. Und trotzdem vergeht es mir einfach zu schnell. Ich komme echt zu gaaaaaar nüscht! Nicht einmal dazu, mal wieder das Meer zu sehen. Melancholiiiieeee….

Wir haben die Wahl

Sara am 18. September 2011

Ich war schon. Und zwar gleich heute vormittag.

In der schönsten deutschen Hauptstadt, wo gibt, ist heute Wahl. Und zwar (falls es jemand tatsächlich noch nicht mitbekommen haben sollte, hihi) Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen. Wir dürfen heute ganze drei Kreuze setzen – und ich finde, das sollte jeder Wahlberechtige Berliner auch tun.

Wählen gehen! Warum?

Es ist wunderbar, dass wir in Zeiten und an einem Ort leben, wo nicht durch Geburt oder gar Krieg bestimmt wird, wer uns regiert. Es ist auch noch gar nicht so lange her, da durften nur Männer wählen. Erinnert ihr euch noch, als wir das Thema im Geschichtsunterricht behandelten? Teilweise hing es nicht nur vom Geschlecht, sondern auch von Stand oder Klasse ab, ob man wählen durfte. Diese Zeiten sind vorbei.

Wir haben die Wahl – und von dieser Gelegenheit sollten wir auch Gebrauch machen.

Manch einer denkt: “Was kann ich mit meiner kleinen Stimme schon ausrichten. Ich gehe in der Masse doch unter.” Ja, darum (also so ähnlich *g*) geht es ja auch. Die Masse – also die Summe aller einzelnen Stimmen – entscheidet. Und wer nicht wählen geht, dessen Stimme fehlt. Dadurch erhalten die kleinen Parteien prozentual mehr Gewicht – und da sind durchaus Parteien dabei, die du oder du vielleicht lieber gar nicht im Abgeordnetenhaus sehen möchtest. Vasteht, ihr?

Andere können das sicher besser erklären als ich. Fakt ist: Ich gehe wählen. Und ich finde, jeder andere, der wahlberechtigt ist, sollte das auch tun. Welche Partei ihr letztendlich wählt, ist ja eure Sache. Hauptsache ihr entscheidet euch.

Schöööönen Sonntag noch,

eure Sara