Gibt es eigentlich auch Voodoo-Strohpuppen? Ich hätt gern eine!
Heute ist Mittwoch – also Bergfest, denn die Arbeitswoche ist halb vorbei.
Um ehrlich zu sein, hätte ich derzeit am liebsten Urlaub und würde irgendwohin fliegen, ganz weit weg, wo es schön ist und jeglicher Ärger oder Sorgen müssen zuhause bleiben. Das wäre nicht schlecht. Aber dummerweise habe ich dieses Jahr keinen Urlaub mehr. Gerade mal ein paar mickrige Tage habe ich mir für Weihnachten aufgehoben, denn wer arbeitet schon gern zwischen Weihnachten und Neujahr? Also muss ich tapfer durchhalten und zur Arbeit gehen und allerlei Ärgernisse des Alltags ertragen. Aber dazu später mehr.
Kommen wir zunächst zu schöneren Erlebnissen. Mein Samstag war nämlich ganz nett. Zuerst konnte ich unglaublich viel Papierkram erledigen, der liegen geblieben war. Das war mal ein echtes Erfolgserlebnis. Und dann wurde ich abends auch noch auf eine Eye Toy Party eingeladen, wo ich eine Menge Spaß hatte. Außerdem gab es dort eine sehr leckere Käsesuppe, die ich unbedingt einmal nachkochen will.
Der Sonntag begann genauso beschaulich, wie es mein Samstag gewesen war. Zunächst hieß es lange ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann weiterem Papierkram zu Leibe rücken. Ich habe sogar nebenbei Kekse mit Eierlikör und Schokokrümeln gebacken. (Oder war das schon Samstag…. Meine Güte, was hab ich für ein schlechtes Zeitgedächtnis… In Zukunft muss ich hier wohl regelmäßiger schreiben… *g*)
Tja, und dann kam der große Fehler, der zum Ärgernis wurde. Ich habe mich abends zu einem Weihnachtsmarktbesuch überreden lassen. (Das war der Fehler – warum hab ich mich nur überreden lassen?
)
Wir waren eine große Gruppe, wovon ich allerdings nur ein paar Leute kannte. Dummerweise war auch Strohpuppe dabei. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass sie mit von der Partie ist, hätte ich wohl abgesagt, aber nun musste ich mich in das "Vergnügen" stürzen. Wie üblich hatte sie von Beginn an schlechte Laune und wollte ganz schnell wieder nach Hause. Warum ist sie dann überhaupt mitgekommen? Sie hätte doch in ihrer Wohnung bleiben können. Oder da, wo der Pfeffer wächst.
Nuja… Sandra und ich warfen uns nur verstohlene Blicke zu, wenn sie mal wieder genervt stöhnte. Nachdem wir eine halbe Stunde über den Spandauer Weihnachtsmarkt geschlendert waren, beschloss Miss Schlechtelaune, dass sie einen Kakao trinken und gleichzeitig eine Zigarette aus ihrer Tasche fummeln muss. Sandra und ich standen neben ihr, die anderen wuselten gerade an einem anderen Stand herum… Tja, und dann passierte es: Strohpuppe verteilte in einem unbeobachteten Augenblick ihren gesamten Kakao über meinen Mantel, meine Tasche, meine Hose und meine Schuhe… Ich habe keine Ahnung, wie man einen so kleinen Becher Kakao so konsequent wirklich überall hin verteilen kann, aber sie hat es geschafft. Und ich trug ja NUR einen Wildledermantel. Ungelogen: Ich hätte sie würgen können. Und anstatt irgendetwas zu machen, steht sie nur da und guckt! Zu ihren Gunsten will ich mal annehmen, dass es der Schreck war. Irgendwann (mir kam es wie eine Ewigkeit vor, aber in solchen Momenten vergeht die Zeit ja irgendwie langsamer) fragte sie dann, ob ich Taschentücher dabei hätte, aber anstatt mir beim Abwischen zu helfen, stand sie da und schaute… Inzwischen glauben wir (also die restlichen Anwesenden aus unserer "Gruppe") alle, dass das ein geplantes Attentat war… Mein Lieblingsmantel ist jedenfalls futsch – dank der Ungeschicklichkeit dieser furchtbaren Person, die ich sowieso nie leiden konnte und jetzt natürlich noch weniger.
Ich habe sie jetzt seit Sonntag schon mehrfach angesprochen, wie wir das regeln, ob sie ihre Privathaftpflichtversicherung informieren will oder ob sie es aus eigener Tasche zahlt – keine Reaktion, nicht mal eine Entschuldigung bringt sie über die Lippen. Die Reinigung des Mantels (die laut Auskunft eines Mitarbeiters des Ladens wahrscheinlich erfolglos bleiben wird) kostet allein schon 28 Euro. Strohpuppe soll nicht glauben, dass ich das aus eigener Tasche zahle. Ich bin wirklich ziemlich sauer auf sie. Und nu sagt nicht: "Wer zieht auch einen Wildledermantel auf den Weihnachtsmarkt an?" – Meine warme Jacke war in der Wäsche und der andere Mantel, den ich besitze, ist beige, also noch untauglicher für einen Weihnachtsmarktbesuch (zumindest, wenn man Strohpuppe dabei hat).
Aber zum Glück gibt es auch Lichtblicke in dieser ärgerlichen Zeit. Heute habe ich von meinem Kollegen Oli selbst gebackene Kekse geschenkt bekommen. Das war mal eine angenehme Überraschung.
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Die Polizei, Dein Freund und Helfer – sofern sie denn einsatzbereit ist…
Sowas passiert auch nur in Berlin…
Da kauft sich die Polizei 170 nagelneue Streifenwagen. VW Touran. Richtig schöne große, gemütliche, schnelle Autos. Tja, und dann fällt doch glattweg das Blaulicht und das Funkgerät aus, sobald man in diesen Autos die Heizung benutzt. Der Grund ist ein Herstellerfehler bei den verwendeten Leiterplatten. Gibts denn sowas?? Nu müssen sich unsere lieben Freunde und Helfer entscheiden: Wollen sie warme Füße, sind dafür aber nicht mehr per Funk erreichbar oder ziehen sie sich lieber zwei Paar Socken und dicke Unterhosen an, um mit Blaulicht zum Einsatz düsen zu können??
Und um diesem Patzer noch die Krone aufzusetzen, funktioniert das Computersystem POLIKS derzeit auch nicht. Poliks ist eine Software, mit dem die polizeilichen Vorgänge bearbeitet und Daten abgefragt und verwaltet werden – alles in einem System und auch noch vernetzt mit Meldebehörden, Staatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt. Fällt diese Software aus, können Verdächtige nicht überprüft, aktuelle Vorgänge nicht eingespeist, Fahndungen nicht akualisiert werden… Im Prinzip ist die Arbeit der Polizei zutiefst behindert, wenn nicht zum Teil sogar unmöglich. Bei einer simplen Verkehrskontrolle kann der Fahrer nicht mehr im System abgefragt werden, ob er evt. wegen einer Straftat zur Fahndung ausgeschrieben ist. Selbst die Polizei gibt im Zeitungsinterview zu, dass sie lieber nicht wissen wollen, wieviele Täter Ihnen allein gestern berlinweit durch die Lappen gegangen sind.
Wie gesagt: Sowas erlebt man auch nur in der schönsten deutschen Hauptstadt, wo gibt…
Weihnachtsfeier im Kartoffelkeller…
Das war tatsächlich die langweiligste Weihnachtsfeier, die ich mit meinen ehemaligen Kollegen jemals erlebt habe. Nicht, dass ich keinen Spaß gehabt hätte, aber normlerweise laufen unsere Weihnachtsfeiern anders ab. Eigentlich sind wir ein "Dreamteam", wie der Chef immer zu sagen pflegt und haben immer viel Spaß, wenn wir mal zusammen sitzen und feiern. Aber dieses Mal war es irgendwie anders. Viel ruhiger als sonst. Richtig ungewohnt.
Vielleicht lag es an der Wahl des Lokals. Wir waren in der " Kartoffelkiste" im Europa-Center… Eine absolute Touristenfalle. Die Preise sind sehr hoch im Vergleich zu anderen Restaurants, in denen wir sonst gefeiert haben. Die Kellner waren auch nicht gerade die schnellsten. Und gegessen habe ich auch schon besser… wenn man den Preis bedenkt, den ich dafür zahlen durfte. Aber da dort hauptsächlich Touristen verkehren, gibt es wohl keine Beschwerden bzw. müssen die Betreiber sich keine Gedanken machen, dass Ihnen die Gäste davonlaufen, weil sie ohne Murren einfach alles akzeptieren.
Hinzu kommt, dass es dort weder Musik noch bequeme Sitzgelegenheiten gibt, so dass ein längerer Aufenthalt ziemlich schnell ungemütlich wird.
Ich kam gestern abend gute zwei Stunden zu spät. Dann durfte ich feststellen, dass in der Rankestraße inzwischen statt bis 19 Uhr doch glattweg bis 22 Uhr Parkraumbewirtschaftung ist. (Das sind ja schon fast Kölner Verhältnisse hier in Berlin! *g*) Und dann hatte ich auch noch das "Glück", dass nur ein Platz am Tisch der Kollegen frei war, mit denen ich früher so gut wie keinen Kontakt und zu denen auch nie einen guten Draht entwickelt hatte. Nuja, da leider nix anderes frei war, musste ich mich wohl oder übel an diesen Tisch setzen und den "spannenden" Smalltalk über mich ergehen lassen. Toller Start… *g* Aber dieser Tisch leerte sich ziemlich schnell, weil besagte Herrschaften meist nur kurz bleiben und immer recht frühzeitig nach Hause aufbrechen und so quetschte ich mich dann zu meinen Lieblinskollegen auf die Bank. Dort wurde es dann doch noch recht lustig, denn wir hatten uns eine Menge zu erzählen. Und zu später Stunde, als dann nur noch der "innere Kreis" anwesend war, habe ich mich auch noch zum Zaubern überreden lassen. Dabei hatte ich mir soooo fest vorgenommen, nix, absolut gar nix zu zeigen, weil ich so lange nicht geübt hatte und nicht aus Versehen durch Ungeschicklichkeit verraten wollte, wie es funktioniert. (Nein, nein, es ist natürlich alles Magie… Da gehört überhaupt keine Fingerfertigkeit oder irgendwas dazu…
)
Zum Glück haben aber alle Zauberkunststücke, die ich gezeigt habe, einwandfrei funktioniert. Puh.
Und letztendlich bin ich ja auch immer froh, wenn sich jemand freiwillig was von mir zeigen lassen will…
Irgendwann fingen die Kellner an, neben uns das Besteck zu sortieren und zu fragen, ob wir noch ein "letztes Ründchen" bestellen wollten… Da beschlossen wir, dass es wohl besser ist, diesen Tourischuppen zu verlassen. Ein zweites Mal werde ich dort wohl auch nicht essen gehen.
Geht eine Ära zu Ende?
Ich muss zugeben, ich habe sie noch nie in meinem Leben betreten. Und trotzdem kenne ich sie und jedes Mal, wenn ich bisher an ihr vorbeifuhr, dachte ich, dass ich da auch mal essen gehen muss… Tja, und nu ist sie doch glattweg insolvent: die "Paris Bar" in der Kantstraße, der legendäre Künstler- und Szenetreff.
Offenbar bestehen nach einer kürzlich erfolgten Prüfung des Finanzamtes nun Steuerschulden in Millionenhöhe, die von der Paris Bar nicht aufgebracht werden können.
Die Paris Bar ist einer der "Promischuppen" in Berlin, egal ob Michael Jackson, Gwyneth Paltrow, Madonna, Leonardo di Caprio, Iris Berben, Jörg Immendorf, Gerhard Schröder, Wolfgang Joop, Udo Lindenberg, Bernd Eichinger, Giorgio Armani – so ziemlich jeder Prominente (oder wer sich dafür hält) besucht während seines Berlinaufenthaltes dieses Etablissement.
Die Paris Bar wurde 1952 von einem französischen Besatzungssoldaten als Bistro gegründet. Seit 1979 wurde sie dann von zwei Östereichern geführt und von einem Künstler- und Studententreff zu dem "place to be" für Stars und Prominente ausgebaut.
Tja, wie geht es nun weiter? Der Insolvenzverwalter will das Lokal auf jeden Fall weiterführen so lange es geht und ist auf der Suche nach Investoren. Und auch der Vermieter der Räumlichkeiten hat angekündigt, die Paris Bar nicht einfach von der Bildfläche verschwinden lassen zu wollen.
Eisblumen, Weihnachtsgefühle und ein hohler Zahn

Als ich an diesem Montag morgens in mein Auto stieg, um zur Arbeit zu fahren, sahen mein namenloser Begleiter und ich nix außer Eisblumen. Mein ganzes Auto war damit überzogen… Der Winter hat eben auch schöne Seiten. Leider konnte ich sie nicht behalten, denn irgendwie musste ich den Weg ins Büro finden.
Die Zeit vergeht wieder einmal viel zu schnell. Heute in einem Monat ist schon Weihnachten… Hab ich mich nicht erst neulich aufgeregt, dass die Weihnachtsdeko in den Spandau Arkaden viel zu früh aufgebaut wurde? Und jetzt denke ich schon darüber nach, ob ich es überhaupt rechtzeitig schaffe, meine Weihnachtskekse zu backen. Und am Freitag ist die Weihnachtsfeier mit meinen ehemaligen Kollegen. Hm… Ich glaube, so langsam komme ich in Weihnachtsstimmung.
Überhaupt finde ich, dass dieses Jahr 2005 wie im Flug vergangen ist. Es gibt so viele Dinge, die ich erlebt habe und die mir noch im Gedächtnis sind, als wären sie erst gestern geschehen, dabei war es im Februar oder Mai… Und jetzt soll ich mich plötzlich entscheiden, wo ich dieses Jahr Silvester feiere. Schon ein komisches Gefühl.
Und weil man sich die schönsten Dinge für den Schluss aufhebt, habe ich mich heute beim Zahnarzt erst einmal einer Wurzelbehandlung unterzogen… OK, so ein schöner Jahresabschluss ist das wahrlich nicht und dummerweise werde ich in diesem Jahr noch ein paar Mal zum Zahnarzt hindürfen, aber es war weniger schlimm, als ich befürchtete und ich habe es tatsächlich überlebt.
Aber kommen wir wieder zu den angenehmeren Dingen. Ich muss ja noch erzählen, wie der Abend verlaufen ist…
Am Freitag waren wir im Café Schneider. Dort sollte eine Kabarettistin auftreten. Ihr Name ist Elke Querbeet und der Name steht (sofern man dem Flyer glauben mag) auch für ihr Programm. Ich fand es ehrlich gesagt gruselig. Sie kann nicht singen, ihre Melodien sind von anderen Liedern geklaut und die Texte fand ich zum größten Teil weder lustig noch irgendwie kritisch (was sie aber angeblich sein sollten…) Hinzu kam, dass das Lokal dermaßen zugequalmt war (für mich als Nichtraucher eine Qual), dass ich danach regelrecht klebrig schmierige Hände hatte und alle meine Klamotten in die Wäsche tun konnte, weil sie unangenehm rochen (um es freundlich auszudrücken).
Trotz allem war der Abend ganz nett, denn ich war ja nicht allein unterwegs, sondern mit Fabio verabredet. Kolja und Fin haben uns ins Café Schneider begleitet, so dass es ein geradezu "zauberhafter" Abend wurde, denn Kolja und Fin haben ständig über irgendwelchen Kartenkunststücken gehangen oder Zigaretten verschwinden lassen, so dass letztendlich auch Fabio und ich vom Zaubervirus nicht verschont wurden und irgendwann auch einmal Karten in den Händen hielten. Und ich habe an diesem Abend sogar noch etwas gelernt. Was für ein positiver Nebeneffekt.
Am Samstag habe ich dann endlich meine Waschmaschine bekommen! Was für eine Freude, als Uwe und Micha abends in der Tür standen.
Es gab dann nur leider ein klitzekleines Problem: Die Dichtung für die Wasserzufuhr war beim Transport verloren gegangen, so dass es dann übers Wochenende doch erst einmal nix mit Waschen war. Aber am Montag bin ich gleich nach der Arbeit in den Baumarkt gefahren, hab mir so eine Dichtung besorgt und sie auch gleich "eingebaut" und dann konnte meine Waschorgie beginnen… Wie einfach Menschen doch glücklich zu machen sind.
Genug für jetzt. Ich hab Hunger und werde erstmal die Zuckerschnecke verputzen, die ich mir heute morgen nach dem Zahnarztbesuch beim Bäcker geholt habe.
Ein Freitag abend in Berlin
Was tut man an einem Freitag abend in Berlin? Hm… Ich weiß ja nicht, was Ihr so tut, aber ich werde mich nachher mit Fabio (der von der Magic Factory Berlin) treffen. Sein Laden hat heute bis 20 Uhr geöffnet und danach hat er doch glattweg noch nichts vor.
Wir haben uns allerdings noch nicht so recht entschieden, was wir machen. Entweder geht es zu dem OBERLECKEREN Inder, gleich um die Ecke bei der Magic Factory Berlin oder wir gehen ins Café Schneider oder wir machen was ganz anderes… Nuja, ich werde höchstwahrscheinlich berichten, wofür wir uns letztendlich entschieden haben. Insofern lasse ich das Sinnieren über den evt. Ablauf des Abends einfach mal bleiben.
Bisher hats hier übrigens noch keinen Schneesturm gegeben.
Als ich vorhin vom Büro nach Hause fuhr, trudelten ein paar dicke Flocken vom Himmel. Der Spaß war aber nach kurzer Zeit schon wieder vorbei. Hoffentlich bleibt das auch heute abend so. Ich bin doch so eine Frostbeule und wenn ich heute abend unterwegs bin, soll kein Matsch- und Schneewetter sein! Das fehlte mir gerade noch.
Hm… Mehr hab ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Darum ist nun auch schon wieder Schluss.
Winterfreuden
Ich habe es ja versucht. Ich dachte, wenn ich einfach nicht dran denke, passiert es nicht. Ich habe es verleugnet und so getan, als wäre es noch nicht so weit, aber der Winter ist tatsächlich da. Zumindest durfte ich das gestern früh am eigenen Leib erfahren.
Da komme ich nämlich zu meinem Auto und denke noch: "Meine Güte, der ist heute aber doll beschlagen." Von wegen beschlagen. Ha. Zugefroren war mein Auto. Und das obwohl ALLERHÖCHSTENS für die Randbezirke Berlins Frost angesagt worden war und ich mein Wohngebiet bisher nu wahrlich nicht zu den Randbezirken zählte, wohne ich doch genau auf der Grenze zwischen Charlottenburg und Spandau. Das Wetter war da aber offensichtlich anderer Meinung und hat mein Auto mit einer netten Eisschicht überzogen. Suuuper. Zähneknirschend will ich meine Tasche ins Auto tun, um mit dem Enteisen zu beginne, was merke ich da? Die Türen waren zugefroren! Murphys Law, oder? Wie sollte ich denn nu ans Enteiserspray kommen? Nuja, eine Sara kennt keinen Schmerz, also ruckelte ich an den Türen, bis sich eine gnädigerweise öffnete. So konnte ich den Motor starten und mein Enteiserspray angeln…
Dummerweise war der Innenraum noch nicht warm, als ich mit dem Enteisen fertig war, so dass ich dann noch über den Beifahreresitz hinters Lenkrad klettern durfte. Aber ich war noch pünktlich im Büro. Immerhin.
Für heute erwarten wir hier in Belrin den ersten Schnee. Bin schon gespannt, wann es losgeht. Hoffentlich nicht, wenn ich gerade auf der Straße unterwegs bin, denn hier in Berlin gibt es ein erstaunliches Phänomen. Sobald die erste Schneeflocke den Boden berührt, vergessen alle Autofahrer, dass es tatsächlich mehr als den ersten Gang in einem Auto gibt und man steht stundenlang im Stau. Gibts das woanders eigentlich auch?
Ich fahre jetzt erstmal ins Büro. Noch schneit es nämlich nicht. Aber ums Enteisen werde ich wohl auch heute nicht drumherum kommen.
Wie haben sie mir gefehlt…
Jetzt weiß ich, was mir in den letzten Wochen gefehlt hat. Gerade ist die aktuelle Folge der Gilmore Girls zu Ende und ich habe mich wieder einmal köstlich amüsiert. Ich liebe diese schräge Familie. Ich liebe den Humor in dieser Serie. Einfach herrlich.
Es ist eine der wenigen Fernsehsendungen, im Verlaufe derer ich tatsächlich lauthals zu lachen beginne. Zumindest habe ich mich eben dabei erwischt. Und ich habe es genossen. Ich war viel zu oft traurig in letzter Zeit.
Sara ist wieder im Lande…
Glücklich wieder angekommen… Meine Güte, was ist das heute nur für ein doofes Wetter. Soviel Regen am Stück gabs ja lange nicht. Aber ich saß im Trockenen und mein Auto hat auch funktionierende Scheibenwischer, da war das alles kein Problem.
Nu kann der Winter kommen – mein Auto hat seit heute schicke Winterreifen. Aber stellt Euch mal vor, was der Werkstattmensch gefunden hat, als er die Sommerreifen abschrauben wollte: In meinem Vorderrad steckte ein dicker Nagel! Ich habe keinen blassen Schimmer, wie lange der schon im Reifen steckte, aber ich bin heilfroh, dass nix passiert ist. Wenn ich mir überlege, wie ich gestern mit 160 km/h über die Autobahn gebrettert bin… Puh… Glück gehabt. (Wie würde ein Astrologe das jetzt auslegen – wo wir doch in der "Pechwoche" sind… *g*)
Heute morgen gab es übrigens suuuper leckeres Frühstück bei meinen Eltern. (Ich liebe doch frühstücken!) Mein Papa ist gleich früh um 6.30 Uhr zum "Kornhus" gefahren und hat für uns alle Frühstück geholt. Das Kornhus backt sehr schmackhafte Brötchen im Steinofen. Und man hat die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Frühstück – süß, deftig usw. Ein Traum.
Und meine Mama war glücklich, dass ihr Kind so brav isst. Für Mamas ist man irgendwie immer viel zu dünn, oder?
So, ich werde jetzt erst einmal Abendbrot essen… Hab mir nämlich die restlichen Brötchen von heute morgen mitgenommen.
Woche des Unglücks??? Da bin ich mal gespannt…
Hmm… Es ist kurz vor acht am Morgen und ich wusel hier durch meine Wohnung, um mich für die Arbeit fertig zu machen. Heute beginnt eine schreckliche Woche! Wie, das wusstet Ihr noch nicht?? Hört Ihr denn kein Radio? Seht Ihr denn nicht fern? Da wurde heute nämlich bestimmt schon zwanzigmal angesagt, dass die Astrologen die schlimmste Woche des Jahres mit gaaaaanz viel Unheil und so vorausgesagt haben. Jaha!
Hm… Ich als Mentalmagier in Ausbildung seh das nun ja nicht ganz so eng und würde ganz frech behaupten, dass durchaus alles auch glatt laufen kann, wenn die Astrologen so eine Woche vorhersagen. Aber, ich bin offen für ziemlich viel und werde das einfach mal beobachten. Im Radio wurde schon dazu aufgefordert, dass man sich melden soll, wenn man ein Unglück erlebt hat und da rief doch glattweg eine Frau an, die den Müll rausbringen wollte und statt des Hausschlüssels den Autoschlüssel mitgenommen hat… Sowas passiert in Deutschland und auf der Welt toooootal selten, sowas kommt nur in "Pechwochen" vor. *ggg*
Na, mal sehen, was mich diese Woche erwartet. Morgen früh werde ich vorsorglich schon mal Winterreifen aufziehen lassen, weil es ab Mittwoch Schnee geben soll. So bin ich zumindest gut vorbereitet.
Und jetzt fahre ich ins Büro und stelle mich dem Leben außerhalb meiner Wohnung…