MMS
Von wem ich hier rede??
Paul = MMS.
Paul ist die Mega-Monster-Spinne, die jetzt schon eine halbe Ewigkeit in meinem linken Außenspiegel wohnt und immer größer und dicker wird.
Ja, Ihr habt richtig gelesen: in meinem linken Außenspiegel. Dieses freche Ding hat es sich direkt hinter dem Spiegel gemütlich gemacht und ist da einfach nicht mehr wegzukriegen. Und die Netze, die sie (oder er; Paul halt) nächtens baut, werden irgendwie auch immer größer. Wenn ich morgens in mein Auto steigen will, ist regelmäßig die halbe Scheibe zugesponnen.
Man muss dazu sagen, dass ich bisher kein Problem mit Paul hatte. Seine Anwesenheit bemerkte ich nur aufgrund der morgendlichen “Netzbefreiung”, die ich am Außenspiegel vornehmen musste. Seit heute ist es aber anders. Seit heute morgen weiß ich, wie Paul aussieht. Da hat er nämlich aus dem Spalt zwischen Spiegel und Spiegelhalterung zugeschaut, wie ich sein Netz zerstöre und ganz aufgeregt mit den Beinchen gewackelt. Tja, und seitdem weiß ich: Paul ist keine kleine niedliche Spinne. Von wegen Oma Langbein oder so…
Paul ist dick und rund und hässlich. Paul sieht nicht nett aus. Paul ist mir unheimlich. Vor allen Dingen seit ich weiß, dass er jetzt weiß, wer jeden Tag sein Netz kaputt macht.
Nun ist die Frage bloß: Wie wird man Paul unkompliziert wieder los?
Mein Kollege meinte, ich soll in die Waschanlage fahren und mit dem Sprühdings für die Vorwäsche (mit dem man auch die Felgen reinigt) mal ordentlich den Außenspiegel bearbeiten, bis Paul freiwillig die Flucht ergreift.
Ich befürchte aber, der ist so fett, dass der gar nicht weggespült werden kann. Und anscheinend fühlt er sich in meinem Außenspiegel sowas von wohl, dass ihn nicht einmal die Hitze der letzten Tage dazu bewegen konnte, sich ein neues Zuhause zu suchen. Mein Auto stand immerhin in der prallen Sonne. Warum hat ihn das nicht vertrieben??
Naja, mir wird hoffentlich bald eine Lösung für das Spinnenproblem einfallen. Die Wespen bin ich schließlich auch losgeworden.
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Wespennestentfernungsberichterstattung
Aber fangen wir mit der Berichterstattung vorne an. Heute stand er vor der Tür: Mr. Schädlingsbekämpfung 2006. ![]()
OK, es geht natürlich nicht um Schönheit oder so, es geht darum, dass er gut Wespennester entfernt, aber mein Mr. Schädlingsbekämpfung ist eben zusätzlich auch noch total schnieke. Groß und blond und braun gebrannt und er hat lustige Augen und ist super nett – sozusagen ein Glücksgriff, denn die Schädlingsbekämpfungsfirma habe ich mir nicht selbst ausgesucht, sie wurde von meiner Hausverwaltung beauftragt.
Die Firma meldete sich telefonisch bei mir, um einen Termin zu vereinbaren, an dem ich sie auf den Balkon lassen kann. Und damit war meine Arbeit auch schon getan, denn um die Rechnung wird sich auch die Hausverwaltung kümmern. Gute Nachrichten, oder?
Aber zurück zum Thema. Wie bin ich das Wespennest losgeworden? Zunächst hat Mr. Schädlingsbekämpfung die Umgebung sondiert, das heißt, wir standen beide hinter der Balkontürscheibe und starrten auf den Balkon, wie die Wespen immer hin- und herflogen.
Dann erklärte er mir in aller Ruhe, wie so ein Wespenvolk funktioniert. Ich kenne mich da jetzt also voll toll aus, so mit Königin und Arbeitswespen und Larven und all sowas.
Und dann musste Mr. Schädlingsbekämpfung sich trotz der Hitze in den Wespenschutzanzug zwängen, denn – wie bereits berichtet – meine Untermieter sind von der aggressiven Sorte.
Er ließ sich von mir auf den Balkon aussperren, schaute in den Blumenerdesack und war erstaunt, wie groß das Nest schon war. Offenbar haben die kleinen Viecher dort schon eine ganze Weile gehaust, bevor ich sie entdeckte.
Tja, und dann ging es los. Zunächst wurde der Sack mit Gift vollgepumpt, dann verschlossen und in einen Extra-Müllsack gestopft, damit auch ja alle verenden und niemand entkommen kann.
Und schon war das Problem erledigt. Kurz und schmerzlos. Der Sack wird von der Schädlingsbekämpfungsfirma entsorgt.
Derzeit schwirren noch ein paar Arbeitswespen auf meinem Balkon herum, die er nicht abtöten konnte, weil sie gerade bei der Arbeit waren, als es den Wespen an den Kragen ging.
Da sie aber kein Zuhause mehr vorfinden, wenn sie nachhause kommen und auch keine Königin mehr haben, werden sie in den nächsten Tagen auch verenden. (Wurde mir zumindest versprochen.) Und dann kann ich mich auf dem Balkon wieder austoben. Da freu ich mich schon drauf. ![]()
Und Mr. Schädlingsbekämpfung und ich haben ausgemacht, demnächst mal ein Eis zusammen zu essen.
Heimaturlaub
Es galt, mal wieder Freunde und Familie zu besuchen.
Omili und Schwesterchen hatten außerdem zufällig auch in dieser Woche Geburtstag. Und mein über alles geliebter “großer Bruder” Ingo. War ein tolles Gefühl, in sein freudig überraschtes Gesicht zu schauen, als ich an seinem Geburtstag unangemeldet (aber wenigstens mit nem großen Blumenstrauß und Geschenken bepackt) in der Tür stand. *gg*
Die Woche Auszeit habe ich sehr genossen.
Wespennestkriegserklärung
Seit ein paar Tagen ist es mit dem Genießen allerdings vorbei. Wer die Überschrift gelesen hat, ahnt wahrscheinlich schon, was ich da nämlich entdeckte.
Ein Wespennest! Ich habe gerade die Blumen gegossen und da fiel mir auf, dass ständig Wespen an mir vorbeifliegen. Neugierig schaute ich mich um, wo sie wohl hinwollen… Ich hatte noch einen angebrochenen Sack Blumenerde auf dem Balkon stehen und ob man es glaubt oder nicht: Darin haben sie ihr Nest gebaut.
Also beschloss ich (damit ich weiter gemütlich auf meinem Balkon sitzen und – da das Fenster zum Balkon rausgeht – angstfrei bei geöffnetem Fenster schlafen kann), heute der friedlichen Koexistenz ein Ende zu bereiten und den Blumenerdesack samt Nest zu entsorgen.
Ein toller Plan – nur leider undurchführbar, weil die Biester sich gewehrt und mir den Krieg erklärt haben… Wild flogen sie um den Eingang zu ihrem Nest und wirkten dabei recht aufgeregt und irgendwie schauten sie auch ganz böse. Ehrlich. Das war schon ein bisschen unheimlich.
Ich rief dann den Wespennotdienst an und die erklärten mir, dass ich das sowieso nicht allein machen, sondern man die Wespen vielmehr fachmännisch ausräuchern sollte, weil sie sonst nur wiederkämen und ein neues Nest bauen würden.
Nuja, da lass ich also mal lieber den Fachmann ran. Die nette Dame vom Notdienst meinte dann noch, dass ich meine Hausverwaltung informieren sollte, damit die die Kosten übernehmen (65 € plus Mehrwertsteuer… also fast so teuer wie ein Streifenhörnchen), aber leider ging dort niemand ans Telefon (sind wohl alle am Strand… *fg*), so dass ich wahrscheinlich noch ein paar Tage mit den Wespen werde leben müssen. Ich gehe nämlich davon aus, dass diese Woche nix mehr passiert… Morgen ist immerhin schon Freitag und übers Wochenende bin ich verreist, so dass ich dem Notdienst frühestens am Montag die Tür werde öffnen können.
Strohpuppenneuigkeiten aus zweiter Hand – also nur Hörensagen
Inzwischen habe ich aber keinerlei Kontakt mehr zu ihr, was meinen Nerven guttut (muss mich schließlich nicht mehr andauernd über sie ärgern
Heute kam dann in einem Telefonat zufällig das Gespräch auf Strohpuppe. Und was ich dort alles erfuhr, bestätigte mir mal wieder, dass es eine gute Entscheidung war, den Kontakt zu ihr abzubrechen.
Inzwischen heißt sie übrigens nicht mehr nur Strohpuppe, sondern hat noch den Beinamen Doc Psycho erhalten, weil ihr Benehmen teilweise unvorhersehbar geworden ist – oder vielmehr ist es inzwischen so, dass man sich darauf verlassen kann, dass es sowieso anders ist oder kommt, als sie erzählt bzw. verspricht, da sie lügt und Verabredungen nie einhält und alles nach ihrer Nase gehen muss und trotzdem gefällt es ihr dann nicht usw.
Ihr wollt ein Beispiel? Ihr kriegt ein Beispiel. (Tratsch is nämlich wat Schönet… *gg*)
Neulich wollte man in kleiner Runde (die drei Jungs) angeln gehen. Sandra meinte, sie käme später auch dazu und würde sich ein wenig in die Sonne legen. Was passiert? Doc Psycho Strohpuppe ruft natürlich an und fragt, ob man sie denn etwa nicht mehr gern hat und warum sie nicht mitdarf… So ein Quatsch, war die einstimmige Antwort, sie ist doch schon groß und darf selbst entscheiden, was sie macht und wenn sie auch in der Sonne liegen oder angeln will, ist sie natürlich herzlich willkommen. Daraufhin hatte sie die glorreiche Idee ein Picknick zu veranstalten und machte alle verrückt, wer was mitbringen soll und wann man sich wo trifft.
Um des lieben Friedens willen und damit das Strohpüppchen keine Schnute zieht, wurde also ein Picknick vorbereitet.
Nun ratet doch mal, wer an besagtem Angeltag nicht erschien und sich nicht einmal meldete, dass und warum man nicht kommen würde bzw. kann?
Richtig, das Fräulein Doc Psycho Ausunerfindlichengründenständigbeijederkleinigkeiteingschnapptsei Strohpuppe.
Ihr Freund – der immerhin morgens mit zum Angeln kam – sagte natürlich auch nix, sondern verdrückte sich rechtzeitig vor der verabredeten “Essenszeit” mitsamt seinen Angeln, bevor es auffiel, dass Strohpuppe gar nicht vorhatte zu kommen. Bis heute gabs nur eine fadenscheinige Ausrede… Die Wahrheit ist wahrscheinlich, dass sie mal wieder eingeschnappt war oder einfach plötzlich keine Lust hatte und ihr Freund macht diesen Quatsch auch noch mit.
Strohpuppes Freund war auch mal ein guter Freund von mir. Seit der “Mantelgeschichte” haben wir allerdings bis heute nie wieder miteinander gesprochen. Er tut halt, was man (bzw. Strohpuppe) ihm sagt. Ein bisschen schade finde ich es um die Freundschaft, die uns verband. Andererseits kann ich aber auf solche Freunde auch gut verzichten.
Er steht mir zu sehr unter ihrem Einfluss.
So wollte er sich beispielsweise vor einer Weile ein Aquarium anschaffen – durfte er nicht, weil, das sind ja lebende Tiere. Aber sie wollte dann eine Katze, einen Hund und weiße Molche (weil, die hat ja sonst niemand und das wäre dann was Besonderes). Alles keine lebenden Tiere, oder? ![]()
Und wenn ich mit jemandem zusammen leben würde, der so hochgradig allergisch auf alles Mögliche reagiert wie Strohpuppes Freund, dann würde ich mir natürlich auf jeden Fall eine Katze oder einen Hund anschaffen. Schließlich hat er dann endlich mal einen wirklichen Grund, sein Asthmaspray tagtäglich zu benutzen…
Letztendlich haben sie sich vor kurzem auf ein Tier einigen können: Strohpuppe hat sich für 65 Euro ein Streifenhörnchen gekauft. Das kann nun tagsüber, wenn sie arbeiten sind, durch die Wohnung streifen und ist tooootal putzig und so niedlich…
Ich warte allerdings nur auf die ersten Beschwerden, weil es überall hink…, irgendwas angeknabbert hat oder immer unauffindbar ist und nicht gestreichelt werden will. ![]()
Das wird so kommen. Und das sage ich nicht nur, weil ich Mentalmagier in Ausbildung bin und daher in die Zukunft schauen kann. Nein, das sage ich aufgrund meines gesunden Menschenverstandes: Strohpuppe ist nämlich niemals nich mit irgendwas zufrieden. Sie wird auch bald an dem putzigen Streifenhörnchen etwas zu meckern haben.
Roswell – Verschwörungstheorieweiterbildung
Aber was ist nu der witzige Zufall, fragt sich die werte Leserschaft, oder? Nun, dann will ich mal zur Wissenserweiterung beitragen: Am 5. Juli 1947 [ist heute nicht zufällig auch gerade der 5. Juli?
] erklärt ein Offizier der Air Force-Basis Roswell (mitten in der Wüste New Mexicos gelegen), dass eine “fliegende Untertasse” auf einer Ranch abgestürzt sei. Wenig später gibt die Luftwaffe jedoch Entwarnung: Der Rancher habe nur die Reste eines Wetterballons gefunden.
Die Medien verloren nach dieser “Entwarnung” schnell das Interesse, die UFOlogen und Veschwörungstheoretiker dagegen nicht.
Seit über fünfzig Jahren fragen wir
uns jetzt schon: Verschleiert die US-Regierung systematisch den Absturz eines außerirdischen Flugobjektes? Wurden Außerirdische aus dem Wrack geborgen? Hat der Kalte Krieg verhindert, dass man mit der Wahrheit rausrückte?
Welch herrlicher Stoff für eine Teenieserie, nicht wahr?
Und darum, weil heute Jahrestag des Absturzes ist, schau ich jetzt auch gleich mal die nächste Folge.
Endlich mal wieder…
… die leckerste Eisschokolade der Welt geschlürft. Am gestrigen Sonntag nutzte ich die “spielfreie Zeit”, um mal wieder am Potsdamer Platz vorbeizuschauen. Seit Beginn der Weltmeisterschaft hatte ich ihn gemieden, ihn den Fans und Touristen überlassen. Aber da es gestern kein Spiel anzuschauen gab, hoffte ich (berechtigterweise), dass auf der Fanmeile – die ja nicht allzu weit entfernt ist – nicht so viel los sein würde und der Potsdamer Platz somit auch nicht von Menschen überlaufen.
Das Wetter war herrlich und so konnte ich diesen Ausflug (und die Eisschoki beim Eiscafé in den Arkaden – wie immer ein Traum!
) richtig genießen. Ich hab auch die Chance genutzt und mir einmal das ZDF-WM-Studio (oder wie nennen die das?) beim SonyCenter angeschaut. Der Springbrunnen unter der Kuppel des SonyCenters ist verschwunden. Stattdessen gibt es dort jetzt eine Bühne und Zuschauerränge, die aussehen als befände man sich in einem Stadion. Toll gemacht. Ich staunte auch nicht schlecht über die riesige Menge Technik, die dort aufgefahren war. Hab mal die Lampen geknipst, die da so rumhingen…