Sara am 14. Dezember 2007
Dieser Bericht ist einer der überfälligen. Echt. Uuuuuuuuralt!! Ja wirklich! Ob mans glaubt oder nicht – ich möchte hiervon schon seit Mitte August erzählen. Höchste Zeit also, dass ich es endlich hinter mich bringe. Und darum fange ich jetzt auch an.
Sie war ein Geburtstagsgeschenk. Und da mein Geburtstag inzwischen fast ein halbes Jahr her war, wurde es langsam Zeit, den Gutschein einzulösen.
Bisher war ich dem Wedding gegenüber kritisch eingestellt. Beruflich habe ich seit Januar des öfteren dort zu tun und ich fühlte mich in den Teilen des Weddings, die ich bisher gesehen habe, bisher nicht besonders wohl. Zu wenig Grün, zu viele graue Straßen, zu viel Schmutz, zu wenig freundliche Gesichter. Es war einfach nicht meine Welt.
Sandra und Flo wollten mich vom Gegenteil überzeugen und schenkten mir daher einen Gutschein zum Geburtstag. Essen sollte ich gehen und ins Theater und in eine Cocktailbar und das alles im Wedding. Nun dann.
Wir waren für den 12.08. verabredet – das war der Sonntag nach der
Hochzeit von Janeti und Holger und ich war ehrlich gesagt
n büschen müde. Aber Sandra hatte Karten für "Gutes Wedding Schlechtes Wedding" reserviert und wenn man schon mal im Wedding ins Theater geht, dann soll man die Karten auch nicht verfallen lassen.
Jawoll. Außerdem konnte ich ja den halben Vormittag bis circa 10 Uhr
ausschlafen. Um 10 Uhr rief nämlich Muttern an, um zu hören, was das Saraleinche in Berlin so treibt. Sie konnte ja nicht ahnen, dass ich erst vor gut vier Stunden eingeschlafen war.
Tapfer überstand ich den Tag (ich kann nicht mehr einschlafen, wenn ich geweckt wurde und es bereits Tag ist… doof das) so bis 17 Uhr, denn um 17 Uhr waren Sandra, Flo, Fabian und ich am Leopoldplatz verabredet.
Zunächst besuchten wir ein klitzekleines koreanisches Restaurant. Ich habe vergessen, wie es heißt, aber das Essen schmeckte sehr lecker. Und ich muss zugeben, dass ich dieses Restaurant unter normalen Umständen tatsächlich niemals nich in meinem ganzen Leben betreten hätte. Es sieht von außen arg abgeranzt aus. Naja. Zum Glück ist es drinnen wesentlich gemütlicher und der Koch weiß, was er tut.

Die Weddingtour konnte ihren ersten Erfolg verbuchen. Nach anderthalb Stunden war das Saraleinche satt und zufrieden.
Wir zogen weiter zum
PrimeTimeTheater, denn dort musste man sich aufgrund freier Platzwahl frühzeitig einfinden. "Gutes Wedding Schlechtes Wedding" ist eine Folge von aufeinander aufbauenden Theaterstücken.
Es ist eine Art witzig-satirische Sitcom, in der alle Charaktere von nur wenigen (Laien-)Schauspielern dargestellt werden, die im Laufe eines Abends dann auch mal schnell die Kostüme wechseln müssen. Diese Sitcom spielt (natürlich) im Wedding. Vor jeder Folge gibt es eine Zusammenfassung der bisherigen Geschichte auf kleinen Fernsehern, die von der Decke hängen. Tja, und dann gehts los mit den Erlebnissen der Weddinger mit den "Prenzlwichsern" und so. In der Folge, die ich erleben durfte, ging es um die Wahl zum "Mister Gesundbrunnen". Es war witzig und hat Spaß gemacht. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich kein glühender Fan geworden bin. Naja, die Geschmäcker sind halt verschieden.
Nach dem Theater waren wir alle (vor allem aber ich *gg*) ziemlich platt und ich fand es sehr nett von meinen beiden Gastgebern, dass sie mir anboten, den Cocktailbarbesuch auf ein anderes Mal zu verschieben. So kam ich doch noch einigermaßen früh ins Bett.
Was gibt es abschließend zu sagen? Ich habe einen angenehmen Abend mit lieben Freunden verlebt. Der Wedding ist mir immer noch suspekt, aber nicht mehr so fremd. Und ich freue mich darauf, wenn wir es endlich mal in eine Cocktailbar dort schaffen.