Kein Fieber

Sara am 22. Juni 2008

Christina Stürmer singt es. "Wir haben Fieber"… Die EM 2008 verfolgt einen überall. Sei es in den Fernseh- oder Radionachrichten, in der Zeitung, in den Blogs, im Gespräch unter Freunden oder Kollegen – ohne EM geht es derzeit offenbar nicht. Wie im Fieberwahn wird das Thema ständig gewälzt.

Ecki greift es in seinem Wort zum Sonntag wunderbar auf. Selbst Leute, die sich sonst kein Stück für Fußball interessieren, äußern nun allerorten ihre Meinung zur EM, den Spielen, den Spielern und was weiß ich.

Ich interessiere mich auch nicht für Fußball und ich gebe es zu: Ich habe kein Fieber. ;-) Mich hat der EM-Virus bisher nicht erwischt. Ich habe kein einziges EM-Spiel verfolgt, weder im Fernsehen noch beim allseits beliebten public viewing. Und ich bin auch überhaupt nicht auf dem Laufenden, wer wann gegen wen spielt oder wer wann gegen wen gewonnen hat. Kann ich nix zu sagen, weil es mich nicht interessiert. Es gibt offenbar auch ein Leben neben der EM 2008. Auch wenn es schwerfällt, diesem Thema zu entkommen! *gg*

Naja, ich lasse den anderen natürlich ihre geliebten Diskussionen um Spielzüge und Tore. Solange ich meinen Senf nicht dazu geben muss. :-) Ich nehme es da wie Ecki: Irgendwann ist der Wahnsinn ja auch vorbei. 

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N büschen rumgekommen

Sara am 22. Juni 2008
In letzter Zeit war ich viel zu wenig zuhause. Zumindest aus Sicht eines Bloggers – denn ich kam natürlich dank des Rumtreibens auch nicht zu alltäglicher Berichterstattung. Naja. Dafür war es eine wirklich schöne Zeit in letzter Zeit. :-)
 
Ich durfte ein paar mehrtägige Dienstreisen machen und habe auf diese Art jeweils für eine Woche Lübeck und Wismar kennen gelernt. Gleich zwei Hansestädte hintereinander zu erleben, ist eine nette Erfahrung. Zumal wir uns auch immer (also in beiden Städten jeweils einmal) von Stadtführern führen ließen. Aber ich war natürlich nicht zum geführt werden dort. War ja schließlich eine Dienstreise. Ich wollte etwas lernen – und das habe ich dann auch. Hat sich wirklich gelohnt, der Ausflug in die Welt der Seminare und Kurse. Das motiviert für den Alltag im Außendienst und schärft den Blick, wo man schon fast blind geworden war. (Spreche ich gerade in Rätseln oder gehts noch?)
 
Wismar mochte ich besonders gern, weils so viel Wasser und viele alte Häuser hat. Witzig war ein Haus, an dem ich zufällig vorbeilief. Draußen prangten in Schwarz die Worte "Städtische Warmbadeanstalt" und "Badeanstalt der Werktätigen". Frieren wird man da drin also offenbar nicht. ;-)  
 
Warmbaden in Wismar
 
Dienstlich verschlug es mich in zwei Hansestädte. Privat ging es dafür in ein Ostseeheilbad. Ich war für ein Wochenende in Graal-Müritz und wenn ich ehrlich bin: Am liebsten wäre ich ja immer noch dort. Ich liebe Ostsee. :-) Am Strand war es allerdings ziemlich windig. Nächstes Mal brauche ich unbedingt einen Windschutz!
 
Und die Nachbarn empfand ich als n büschen anstrengend, denn sie sind sehr neugierig und man fühlt sich doch arg beobachtet.
 
Lustig… als ich ankam ist Herr Nachbar richtig hinter den Büschen zwischen den beiden Grundstücken auf- und abgehüpft, um auch ja möglichst viele Blicke auf mich Neuankömmling erhaschen zu können. Wenn er sich selbst nur hätte sehen können, wie er da hüpfte! *gg* Und morgens hat Frau Nachbarin immer extra lange ihre Betten auf dem Balkon aufgeschüttelt und die Stiefmütterchen in den Balkonkästen ausgeputzt, um ja möglichst viele Blicke in mein Schlafzimmer erhaschen zu können, wo ich gerade am Aufstehen war. Unmööööchlich. Aber das alles kann das gute Gefühl nicht wettmachen, mit dem ich von Graal-Müritz nach Hause fuhr. War eine wirklich schöne Zeit. Zumal ich auch einen Tagesausflug nach Rostock machte, wo es allerhand anzugucken und einzukaufen gab.  
 
Hm. Was war sonst noch los? Ich habe Seiltänzer gesehen. Ziemlich aufregend. Die Geschwister Weisheit waren in der Bundesallee und in der Schlossstraße auf dem Seil unterwegs. Ich konnte gar nicht hinschauen. War ziemlich hoch. Uff. Und auf Safari war ich auch – also genau genommen habe ich mir nur Berichte darüber angehört. Von Michael Mittermeier. War ein sehr schöner Abend. (Außer, dass neben mir jemand saß, der sehr unangenehm roch. Wirklich. So eine Mischung aus alter Mann und Krankheit. Dabei war er eigentlich noch ziemlich jung und sah auch recht gepflegt aus. Hm. Ich konnte es jedenfalls kaum ertragen und überlegte zwischendurch verzweifelt, ob ich ihm nicht mein Parfum anbieten sollte. Aber ich habe es ja überlebt. Und die Show war natürlich super!)
 
Tja, bin also n büschen rumgekommen in letzter Zeit. Und ich hoffe, dass das in nächster Zeit auch so bleibt. :-) Nächsten Freitag geht es auf jeden Fall schon einmal nach Greifswald. (Schon wieder eine Hansestadt.) Darauf freue ich mich schon.