SaraS Ausflug in die Welt des Obstes
Meine Güte, ich muss ja fast nen Lehrgang machen, um hier einen Beitrag schreiben zu können. *gg* Viel zu lange habe ich pausiert. Weiß schon fast gar nicht mehr, wie Wordpress funzt und wofür die ganzen kleinen Schaltflächen im Back sind und so…
OK, da habe ich eben vielleicht ein wenig übertrieben, aber so langsam muss ich angfangen, euch von meinen Erlebnissen der letzten Tage und Wochen zu erzählen, sonst ist es viel zu lange her, um noch spannend und aufregend zu sein und überhaupt, wer interessiert sich schon für Nachrichten von vorvorvorvorgestern??
Hm, am besten beginne ich damit, euch darüber aufzuklären, wo das Foto aus dem letzten Beitrag entstand. Irgendwo muss ich ja anfangen.
Anfang Februar zauberte ich hier in Berlin auf einer Messe, bei der es um Obst und Gemüse aus aller Welt ging. Eine argentinische Firma, die drei Asse in ihrem Firmenlogo hat, wollte an ihrem Messestand gern eine Zauberin Kartentricks machen lassen, um die vorbeiflanierenden Messebesucher zu bespaßen. Ich fand das eine grandiose Idee – hatte ich dadurch doch die Gelegenheit köstliche Früchte zu probieren und Menschen aus aller Welt kennen zu lernen.
Schon die Vorbereitungen waren interessant. Mails wurden zwischen Berlin und Argentinien hin- und hergeschickt, ich überlegte mir ein paar nette Kunststücke, die zu der Firma passen würden, na und so weiter. Sie hatten beschlossen, mich in ein Kostüm zu stecken und ich war gespannt, wie sich Argentinier einen Zauberkünstler wohl vorstellen. Ich dachte, ich hätte mich verhört, als sie am Telefon von einem “cape or a coat” sprachen. Ich bin doch nicht Superman. *gg*Aber ich dachte, ich hätte sie bestimmt nur nicht richtig verstanden, schließlich kann ich ja kaum Englisch.
Als ich das Kostüm am Tag vor Beginn der Messe bei ihnen im Hotel anprobierte, war ich überrascht, dass sie das mit dem Cape wohl doch ernst gemeint hatten, aber ich war auch begeistert. Die Tochter des einen Firmeninhabers hatte mir eine Weste, einen Umhang und einen Zylinder genäht. Es war alles so liebevoll hergestellt worden und passte wunderbar – da konnte die Messe kommen.
Die einzige Herausforderung an diesem Auftritt: Ich sollte auf Englisch zaubern. Stammleser dieses Blogs wissen, dass ich seit Jahren endlich englisch lernen will, das aber noch nie so wirklich angepackt habe. Uff. Aber bange machen gilt nicht, dachte ich mir. Rein ins kalte Wasser und schwimmen lernen.

Kurz vorweg: Die Zauberei auf der Messe war dann toll und hat riesigen Spaß gemacht.
Ich war in der Südamerikahalle am Stand von Argentinien und hatte dadurch fast nur mit Spanisch- oder Portugiesischsprechenden zu tun. (Das hatten mir die Argentinier in den Vorgesprächen ja schon angedeutet.) Mit meinen wenigen Brocken Englisch schlug ich mich aber wunderbar durch und wenn es gar nicht ging, dann lächelte ich freundlich und winkte nur oder sowas. *lach* Und am Ende der Messe klappte es dann sogar richtig gut, denn ich habe durch simples Nachfragen (“How do you call this?”) viele neue Vokabeln gelernt. Eine Sprache lernt man eben am besten, wenn man sie spricht.
Ich hatte auch sehr viel Glück, dass alle Messebesucher, mit denen ich zu tun hatte, sehr nett und wohlwollend waren. Und auch meine Auftraggeber waren sehr zufrieden. Mariana, die Tochter eines der Firmeninhaber konnte gar nicht genug von meiner Zauberei bekommen und fragte ständig, ob ich ihr nicht noch einen Trick zeigen könnte. Ömmm… naja… habe ich natürlich immer wieder und auch gern gemacht. *smile*
Am vorletzten Tag fragte sie, ob ich Papier zu Geld zaubern könne. Natürlich! Was für eine Frage. Also echt. Aber wir hatten keine Papierstücken, so dass ich ihr versprach, am nächsten Tag welche mitzubringen, um daraus Geld zu zaubern. Nun, was soll ich sagen? Ich Schussel habe die Papierstücken zuhause liegen gelassen. Unmöööööchlich. Und schade, denn Mariana hatte sich natürlich darauf gefreut.
Ich wollte es nicht so enden lassen. Also setzte ich mich abends nach der Messe bei mir im Wohnzimmer auf den Boden (was nicht nur daran lag, dass ich meine Füße nach dem vielen Stehen und Herumlaufen am liebsten auf Kur geschickt hätte…), der Knipsi kam auf die Sessellehne und ich filmte das Zauberkunststück, um es dann per Mail nach Argentinien zu schicken. So konnte sie sich den “vergessenen Trick” anschauen, sobald sie zuhause angekommen ist.
Der Film ist lustig geworden, denn ich stand noch unter den Eindrücken der Messe und dieser freundlichen und fröhlichen Menschen und ja, manchmal neige ich ein wenig zum Überschwang. *ggg* Mein Akku hielt dummerweise auch nur für einen Versuch, so dass ich diesen ersten Film gleich verwendete, weil ich ihn unbedingt sofort, also zumindest gaaaanz schnell zu Mariana schicken und natürlich nicht warten wollte, bis ich mit frisch geladenem Akku weitere Aufnahmen machen kann. (Achja, im Warten bin ich immer noch grandios schlecht. Nennt mich ruhig Frau Ungeduld.)
Mariana mailte mir nach ein paar Tagen begeistert zurück, dass sie den Film jedem zeigte, den sie kennt und dass ich nun in Argentinien eine berühmte Magierin werde… *lach* Na, wenigstens hat ihr meine kleine Überraschung gefallen. Das freut mich.
Ich überlege gerade, ob ich es tun soll. Wollt ihr ihn auch sehen? Es ist für euch natürlich nicht so interessant, wie für Mariana. Andererseits habe ich nun stundenlang davon erzählt, dann wäre es unfair euch den Film vorzuenthalten, nicht wahr? Jaja, ich mach es ja schon. Ich stelle ihn hier ins Blog. Aber nur, wenn ihr nicht lacht! Hihi…
So, das war es zu meinem spaßigen Ausflug in die Welt des Obstes. Am letzten Tag der Messe habe ich noch sehr viel leckeres Obst und Gemüse geschenkt bekommen, denn was die Berliner Tafel nicht mitnehmen kann, wird am Ende der Messe vernichtet. So kam ich zum Beispiel an schmackhafte Papaya aus Brasilien oder an süß-saftige Birnen aus Argenitinien, Tomaten von Sardinien, rote Orangen von Sizilien usw…
Uff, der erste Beitrag nach der langen Abwesenheit ist geschafft. Und lang ist er geworden. Aber ihr habt ja auch lange auf ein Lebenszeichen von mir warten müssen, da darf ich ruhig auch ein wenig ausführlicher schreiben, oder??
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Wo isse denn?
Na, auf jeden Fall isse viel zu wenig online in letzter Zeit.
Manchmal gibt es im “wahren” Leben so viel zu erleben, dass ich nicht einmal dazu komme, hier regelmäßig davon zu berichten. Echt eine treulose Tomate, die Sara!
Und auch jetzt bin ich schon wieder auf dem Sprung, muss gleich wieder aus dem Haus. Aber ich wollte mich wenigstens einmal melden und verkünden, dass ich noch lebe. Ja, echt. *gg*
Und wenn ich denn endlich mal wieder zum Schreiben komme, dann habe ich soooo viel zu erzählen. Zum Beispiel darüber, bei welchem Anlass dieses Foto entstand.

Jetzt aber ist es erst einmal wieder vorbei für heute. Bin spät dran. Uff… Fortsetzung folgt.
Es grüßt euch herzlich…
die Saraaaaa