Gospel und Tapas

Sara am 15. November 2009

Gestern hatte ich einen wunderbaren Abend. Er begann zunächst mit langem Warten in der Schlange und endete bei leckeren Tapas in gemütlicher Runde.

Ein Freund leitet den Modern Gospel Choir und genau dieser Chor gab gestern abend ein Konzert in der Apostel-Paulus-Kirche in Berlin Schöneberg. Wie es der Zufall so wollte, hatte ich eine Freikarte. (Manchmal ist es nicht von Nachteil, den Chorleiter zu kennen.) 

In die Kirche passen so um die Tausend Zuschauer und da die Platzwahl frei war, sollte man sich lieber rechtzeitig einfinden. Also stellte ich mich eine Stunde vor Einlass an – und war doch tatsächlich nicht die erste, die dort ankam. Es drängelten sich schon einige ältere Herrschaften vor dem Kirchentor. Der harte Kern der Fans. Die Groupies. *g* Wir warteten da gemütlich vor uns hin und mit jeder Minute kamen mehr Menschen. Eine halbe Stunde vor Einlass war der Vorplatz vor der Kirche voll mit Menschen. Da konnte einem gar nicht kalt werden, so eng, wie es am Eingang mit der Zeit wurde. 

Blick in die Apostel-Paulus-Kirche
Blick in die Kirche

Zum Glück hatte das Warten irgendwann ein Ende und das Erobern der besten Plätze begann. Es war mein drittes Gospelkonzert dieses Jahr. In den beiden Jahren davor habe ich jeweils recht weit hinten gesessen, was dem Hörgenuss keineswegs einen Abbruch tat. Aber dieses Mal wollte ich gern einmal die Gesichter der Sänger sehen. Also setzte ich mich in die dritte Reihe, was sich als gute Wahl herausstellte.

Das Konzert war mitreißend und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich kenne mich mit Gospelmusik nicht aus, darum kann ich die Auswahl der Lieder nicht beurteilen. Es wurde auf jeden Fall kein “Oh Happy Day” gesungen, denn das ist wohl kein moderner Gospel – und genau den hat sich der Modern Gospel Choir ja auf die Fahnen geschrieben. Einige der Lieder kannte ich aus den Vorjahren. Und einige Lieder haben bei mir tatsächlich eine Gänsehaut verursacht. Die Zuschauer waren rundweg begeistert und blieben nicht lange auf ihren Plätzen sitzen, so dass man wohl ihren Geschmack getroffen hatte. Mir – und meinen drei Begleitern - hats auch wunderbar gefallen.

Gospel rockt ;-)

Gospel rockt ;-)

Nach dem Konzert waren wir hungrig, weshalb wir noch zum Spanier in der Goltzstraße weiterzogen und dort ein paar Tapas schlemmten. Das war lecker und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich war nämlich kurz davor mich selbst zu verdauen.

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