Vernetzt und vertwittert
Schöne bunte Onlinewelt. Ich treibe mich gern darin herum.
So habe ich beispielsweise einen Twitteraccount – aber bis heute kann ich gerade mal einen Tweet eingeben, also eine Textnachricht hinaus in die Welt schicken. Was die diversen Abkürzungen und Zeichen bedeuten, die ich bei anderen lese oder welche Möglichkeiten Twitter eventuell noch bietet, weiß ich nicht oder ahne es nur am Rande. Mir fehlt die Zeit, um mich eingehender damit zu beschäftigen. Gibts eventuell irgendwo einen Twitterkurs? Dank Marc werden immerhin meine aktuellen Blogartikel automatisch getwittert. Das ist ein Riesenfortschritt in meiner Twitterentwicklung. *gg*
Ich bin auch Mitglied bei Facebook. Ich habe mir irgendwann einen Account angelegt, weil ich so oft davon las und neugierig war, was es wohl ist. Und wie enttäuscht war ich am Anfang! Wenn man dort mit niemandem vernetzt ist, also keine Facebookfreunde hat, ist es langweilig.
Für die, die es nicht kennen: Facebook ist ein Online-Netzwerk, wo man ein eigenes Profil anlegen und dann Freunde adden, also seiner Freundesliste hinzufügen kann. Und wenn man das gemacht hat, dann sieht man, was die Freunde so tun, kann seinen Freunden an die Pinnwand schreiben und die Freunde auch bei einem selbst, man kann Fotos, Videos und Links in seinem Profil veröffentlichen oder miteinander tauschen, man kann Gruppen beitreten, Fan werden und alles in allem sehr viel Zeit damit verbringen.
Allerdings hatte ich zu der Zeit, als ich mich anmeldete, zunächst keinen einzigen Freund bei Facebook. Kein Wunder, dass es mir arg langweilig erschien. Irgendwann bekam ich dann eine Email: “Shahin Zarkesch hat dich als FreundIn auf Facebook hinzugefügt”. Ich loggte mich ein, bestätigte die Freundschaftsanfrage und auf einmal öffnete sich eine völlig neue Welt. Ich sah Benachrichtigungen, was sich in Shahins Facebookwelt tut und er schrieb Grüße an meine Pinnwand. Das fand ich dann überhaupt nicht mehr langweilig.
So nach und nach trudelten weitere Freundschaftsanfragen ein und auch ich bat den ein oder anderen, ob er mein Freund sein mag. Allerdings stellte ich schnell fest, dass kaum jemand aus meinem Bekanntenkreis Mitglied bei Facebook ist. Ich fand weder Kollegen, noch ehemalige Klassenkameraden. Die meisten Personen, mit denen ich im Alltag zu tun habe, haben kein Facebookprofil.

- Mein derzeitges Profilbild bei Facebook
Und je länger ich dort Mitglied bin, umso zwiespältiger ist meine Meinung zu diesem Netzwerk. Neulich sagte jemand zu mir, eine Facebookfreundschaftsanfrage anzunehmen sei die geringste soziale Anerkennung, die man jemandem gewähren könne. Ist das wirklich so? Oder wird diesem Onlinenetzwerk von manchen zu viel Bedeutung beigemessen?
Beim Grimmi las ich, dass Facebook zu den weltweit populärsten Webseiten gehört. Neben MySpace ist es eines der bekanntesten sozialen Netzwerke der Welt.
Auch MySpace ist eine Webseite, auf der man sich mit Freunden vernetzen und kommunizieren kann. Allerdings bin ich dort noch weniger aktiv als bei Facebook – was simpel daran liegt, dass ich dort noch weniger Menschen kenne als bei Facebook.
Bisher wurde ich dort auch nur von Bands oder Musikern mit Freundschaftsanfragen “behelligt”. Was soll ich mit lauter Musikprofilen in der Freundesliste? Und überhaupt: Viele behaupten, dass man über MySpace und Facebook so wunderbar neue Menschen kennen lernen würde. Hm. Passiert mir nicht. Da ist im wahren Leben mehr los.
Nun las ich neulich einige Artikel, die sich kritisch über Facebook und MySpace äußerten. Hier ging es insbesondere um die diversen Spiele, die man auf diesen Webseiten findet. (Nachzulesen beispielsweise auf heute.de, zeit.de und bei heise online.) Angeprangert wird unter anderem das beliebte Farmville, das auch viele meiner Facebookfreunde spielen. Zum einen bergen diese Spiele eine gewisse Suchtgefahr, da sie in Echtzeit und gemeinsam mit den Freunden gespielt werden, zum anderen gibt man seine Daten dem Spielebetreiber frei, der sie für personalisierte Werbung oder Marktforschung nutzt. Man kann für diese eigentlich kostenlosen Spiele auch Geld ausgeben, indem man mit echtem Geld virtuelle Artikel kauft, die man im Spiel verwenden kann. Allerdings mag ich mir kaum vorstellen, dass darauf wirklich jemand hereinfällt?!
Ich habe – als ich noch relativ neu bei Facebook war – mal eine Spielanfrage von einem Facebookfreund angenommen und bin jetzt in seiner Mafia. Nun, sagen wir es mal so: Suchtpotential hat es für mich nicht. Aber ich habe es ein bisschen angespielt und die Mafia hat jetzt meine Netzwerkdaten, um damit Werbung zu personalisieren… o_O
Ein weiteres Problem der sozialen Netzwerke ist das sog. “Clickjacking”. Hierbei nimmt man beispielsweise durch einen simplen Klick auf eine Statusmeldung ein gefälschtes Profil in seine Facebook-Freundesliste auf. Dieses gefälschte Profil ist ein Wurm, der dann die eigenen Freunde mit einer gefälschten Statusmeldung anschreibt, um sie auch zum Anklicken zu bewegen, was wiederum dazu führt, dass das gefälschte Profil in der Freundesliste der Freunde landet, von wo es sich weiter ausbreiten kann, indem es an deren Freunde… Na, und so weiter…
Mir ist das nicht passiert. Ich las davon im Netz – zum Beispiel hier und allgemein bei Wikipedia.
Und trotz dieser eben erwähnten Probleme und der weiterhin aktuellen Datenschutzdiskussion bin ich immer noch gern bei Facebook, MySpace, Twitter und wie sie alle heißen… Alle Möglichkeiten dieser Onlinenetzwerke werde ich aus Zeitgründen wahrscheinlich eh nie ausnutzen können. Aber wie ich anfangs schon sagte: Schöne bunte Onlinewelt, ich bin gern darin unterwegs. Ist ja schließlich interessant und irgendwie auch lustig, dank der Statusmeldungen zu wissen, wer sich gerade in der Karibik in der Sonne aalen kann, wessen Autoversicherung nun auch Schäden durch Erdbeben und Vulkanausbrüche absichert oder dass die U-Bahn in London gerade mal wieder nicht fährt.
Ich habe mich vor einiger Zeit mal bei Facebook angemeldet. Aber nach ca. zwei Wochen habe mich dann wieder abgemeldet. Es hat mir einfach nichts gebracht. Irgendwie empfand ich das als riesengroßen Zeitfresser. An “Freunden” hat es nicht gemangelt. Aber seltsamer Weise fand ich dort keinen aus meiner alten Schulzeit oder von meinen alten Firmen, wo ich meine Schrippen verdiente, wieder.
Es hatte wenig nutzen für mich. Und die zunehmend häufiger werdendenden Einladungen zu diesen merkwürdigen Spielen (zu denen ich keine Lust hatte), haben mich mehr und mehr genervt.
So habe ich dann meinen Facebook Account geschlossen.
Tja, und Twitter… das boykottiere ich schon lange. Ich persönlich sehe in diesem Dienst keinen Sinn. Die Anzahl der zeichen die man abgeben kann für eine Nachricht, sind mir zu wenig um mich mitzuteilen. Und dann kommt es scheinbar einigen Leuten nur darauf an so viele “Follower” wie möglich zu haben. Das brauche ich nicht wirklich.
Und außerdem, wen interessieren denn ernsthaft so nichtssagende Nachrichten wie z.B.: “Habe gerade Nudeln gegessen. War lecker!” usw.?
Dir gings bei Facebook ähnlich wie mir, Andi, Schulkameraden und Kollegen suchte ich dort bisher vergeblich. Aber es gibt dort ein paar Kontakte, die ich gern als Facebookfreunde habe und wo ich es wunderbar finde, dass wir auf so einfache Art in Kontakt bleiben können. Spieleanfragen nehme ich nach der Mafia-Erfahrung nicht mehr an, dafür gibts den “Ignorieren”-Button.
Das Phänomen des Follower- und Freunde-Sammelns, welches dir aufgefallen ist, habe ich auch beobachtet. Einige scheinen jeden Menschen, den sie kennen lernen, als erstes zu fragen, ob er auch ein Facebookprofil hat… Und schwups, schon hat man nach einem Kneipenabend zehn neue Facebookfreunde. *gg*
Ich habe auch eine Weile überlegt, meinen Account bei Facebook (und insbesondere auch bei MySpace) zu schließen. Bisher überwiegt für mich jedoch noch der positive Aspekt. Wahrscheinlich auch, weil meine Facebookfreunde nur selten darüber berichten, dass sie gerade Nudeln gegessen haben… Da gehts dann doch eher um andere Dinge.
Ein Kompliment zum Schluss: Ich finde es gut, dass du so konsequent bist.
Gleich mal hinzufügen bei Gesichtsbuch, das rockt schon
Bei mir ist es ähnlich wie bei Andi. Auch ich empfinde die vielen Sozialen Netzwerke oft als Zeitfresser, ich habe schon mit meinem Blog und dem Privatleben genug zu tun
Ich war früher mal sehr aktiv bei deviantART, der Account ruht auch still vor sich hin. Bei wer-kennt-wen.de bin ich auch, aber ich logge mich eigentlich nur noch ein, um Nachrichten zu lesen oder Gruppen-/Freundesanfragen zu bestätigen. Bei facebook ist es ähnlich.
Ich bin schlicht und einfach…übersättigt.
@ Uwe
Rock on…
@ Martin
Das Zeitfresser-Argument kann ich gut nachvollziehen. Darum spiele ich auch keine Spiele in diesen Netzwerken und nutze sie nur zum gelegentlichen Austausch.
Von deviantART habe ich noch nie gehört. Wat is dat denn??
Wer-kennt-wen hat mich nicht überzeugt. Wahrscheinlich war mein Sättigungspunkt auch schon überschritten, als ich darauf stieß.
deviantART ist die weltgrößte Community für alle “Künstler” und solche, die meinen, welche zu sein
Jeder, der gerne kreativ arbeitet (fotografiert, malt, dichtet, Skins entwirft etc.) kann sich dort kostenlos anmelden und seine Werke zur Schau stellen. Schau doch mal auf meine Seite: http://saladfingerfan.deviantart.com/
Wer-kennt-wen war eine der ersten Communitys, bei denen ich dabei war. Ich mag es, habe auch viele Kontakte dort und unglaublich viele Leute wiedergetroffen.
Hallo Sara,
probiere es doch mal mit folgendem Twitter-Video. Hier werden die Basics vermittelt. Von da aus gibt es weitere Links:
Twitter – How to Use Twitter Basics
Lieben Gruß
Martina
@ Martin
Habs mir angeschaut, das Künstlerforum. Sieht interessant aus. Und der Austausch hat dir sicher einige Impulse für deine Fotokunst gegeben, oder?
@ Martina
Danke für den Tipp!! Das werde ich mir am Wochenende mal genauer anschauen.
Ein schönes Wochenende wünscht euch
Sara